Archive for the ‘Rezensionen Konzert – Oper – Theater’ Category

Philosophie trifft auf Phallosophie – Kassierer auf Konzi in Bestform

Am 29. September 2012 war es soweit: Ich sah Deutschlands bekannteste Punkband „Die Kassierer“ und das Konzert hat, wie ihr seht, einige Eindrücke hinterlassen. Ganze zwei Stunden spielte die Band aus Wattenscheid. Zum standardmäßigen Clublicht muss nicht viel gesagt werden, insgesamt wurden die etwa zehn Moving-Heads und mindestens nochmal so viele Par-Kannen sinnvoll eingesetzt. Die […]

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Hier bleibt kein Auge trocken – „André Chénier“ in Bregenz

Zu Aufführung am 26. Juli 2012 waren sieben tausend Zuschauer erschienen, um sich die Oper „André Chénier“ des Italienischen Komponisten Umberto Giordano, anzusehen. Die Show war ein in jeglicher Hinsicht ein Highlight. Das wohl größte Problem der Bregenzer Seebühne ist es, klassikverwöhnten Menschen trotz Lautsprechereinsatz ein tolles Tonerlebnis zu verschaffen. Dies ist auch geglückt. Dank […]

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Der Ring im Zeitentunnel

4 Tage lang ging es in den Ring des Nibelungen von Richard Wagner. Im Parkett sitzen wir leicht rechts – alles passt. Gestern wurde die Deutsche Oper Berlin 50 Jahre alt. Die Ring-Inszenierung von Götz Friedrich überzeugt, wie ihr nun lesen könnt: Leider ist Kirsten Harms, die Dunstfee vom Schnürboden (sie setzte gern Dunst zur […]

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Gute Laune, große Gefühle: Titatoma im Pub

Gestern spielte Titatoma, seines Zeichens swingender Wiener im Langhaarlook in der potsdamer Studentenkneipe Pub a la Pub. Swingt Blues auch heute noch? Ich sage: Ja! An der Bar sitzt ein Mann, Ende 40, 1,90 m, lange, wilde Locken und lässig-stilvolle Kleidung. Rockiger kann man nicht aussehen. Doch es ist nicht Rock, was die über 70 […]

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Nicht verfremdet und doch fremd

Am 25. Dezember 2010 sah ich Ödipus auf Kolonos im Berliner Ensemble. Einige Eindrücke. Nicht umsonst nannte Aristoteles die Dramen des Sophokles, zu denen die Ödipus-Trilogie (König Ödipus, Ödipus auf Kolonos und Antigone) gehören, Musterbeispiele der Tragödie. Dabei wird es in jedem Stück schlimmer, noch tragischer. Heiratete Ödipus im ersten Teil der Ödiwars- Saga, wie […]

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Katharina macht Wagner verdaubar

Nach 10 Jahren warten trudeln langersehnte Karten ein. Es sind die Meistersinger von Nürnberg in der Wiederaufnahmepremiere der Bayreuther Festspiele am 2. August 2010. Alles ist perfekt organisiert. Allerdings sollte irgendwer den Bayreuthern die Mähr der am Festspielhaus reichlich vorhandenen Parkplätze austreiben. So umfangreich sind die Parkgelegneheiten auch wieder nicht. Das Festspielhaus ist rustikal, ja […]

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Orangenbitter an der Komischen Oper

„Die Liebe zu drei Orangen“ von Sergej S. Prokofjew ist eine musikalisch dick aufgetragene Oper. Die unmelodiöse Musik steigert sich gelegentlich zu quietschenden Lärmfanfaren, zwei Minuten schöner Melodien am Ende vermögen die schmerzenden Ohren nicht mehr lustig zu stimmen. – Und das, obwohl die trockene Inszenierung der Komischen Oper Berlin lustig sein will. Kurze Lichtblicke […]

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Glutamat, Hacke und blau

Axel Hacke präsentierte bei seiner Lesung aus verschiedensten Werken dem wohlgesonnenen Publikum einige Wortspiele. Sein Recyclingkonzept geht auf: Unbrauchbares Sprachgut verwertet er in seinen Büchern und Artikeln. Zum Anfang und Ende des Abends verlas er keine Wortspiele, sondern lustige Geschichten aus seinem Leben, sodass die 16 Uhr- Vorstellung in den Wühlmäusen als gelungen angesehen werden […]

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Viel Musik und wenig Leute – das Duo Tseliapniou/ Schomaker im Nilclub

In diesem Artikel mache ich etwas total verbotenes: Begebe mich nach der Rollentheorie in einen Konflikt und rezensiere aus einer Doppelrolle (Mitveranstalter – Kunde) heraus ein Konzert. Am gestrigen Abend gaben Pavel Tseliapniou (Querflöte) und Stephan Schomaker (Gitarre), Stücke von vier teils modernen, teils barocken Komponisten zum Besten. In einem zweistündigen Programm und mit virtuoser […]

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Familie Flötz Klasse Klasse

Familie Flöz legte im Stück „Klasse Klasse“ orale Beats auf, die Masken waren wieder einsame Spitze und man kam, wie in der Werbung versprochen, (fast) ohne Worte aus. Pantomine ohne Gesichtsmimik? Das geht, und zwar im Admiralspalast Studio, wo gestern Fabi und ich eine wundervolle Schulklasse aus Puppen dabei beobachten durften, wie sie in Bio […]

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