Kulturlichter: Spot an für die Kultur!

Jan Hegenberg mit Herz und Humor in Berlin

Einmal im Jahr gibt er sich die Ehre und spielt vor etwa 150 Fans in Berlin: Jan Hegenberg ist eine Ikone der Gamerszene und Deutschlands größter Nerdsänger. Am 15. Februar 2014 war er in der Berliner Spirale zu Gast.

Was mich zunächst besonders freute war der Umstand, dass Jan Hegenberg wieder im Wilmersdorfer Jugendclub Spirale auftrat – die Spirale hat bereits vor einem Jahr von mir Bestnoten als Location erhalten. Das Personal war wieder sehr entspannt und Jan Hegenberg selbst kontrollierte die Tickets – ein Erlebnis, das man bei den Rolling Stones und ähnlichen Bands leider nicht haben wird.

Die Bühne war schon vor dem Konzert geschmackvoll mit Schwarzlicht ausgeleuchtet. Die Lichtshow (für die der Club verantwortlich ist) wurde gegenüber dem Vorjahr komplett umgearbeitet. Wurden im Jahr 2013 noch verschiedene Scheinwerferbatterien und Nebel verwendet, so beschränkte man sich diesmal auf eine riesige halbdurchsichtige Leinwand, die von hinten mit Flutern und Spots in verschiedenen Farben beleuchtet wurde.

Besonders der Faltenwurf der Leinwand und sich daraus ergebende Schattenspiele sahen sehr stylisch aus. Der Effekt ist sehr schön und die Farben leuchteten hell, doch dieser zweidimensionale Effekt reicht mir als Nebelfanatiker nicht ganz aus. Ich habe nunmal zuckende Scheinwerferbeams lieber als bunte Flächen.

Hegenberg-2014

Und das Konzert selbst? – War energiegeladen und strotze nur so von humorigen Sprüchen des Sängers und Entertainers aus dem Ruhrgebiet. Überhaupt geht man auf ein Konzert von Jan ja nicht nur der Musik wegen. Nein, es sind die spontan-lustigen Ansagen und Stories, die er vor jedem Song erzählt, die ein Hegenberg-Konzert zu etwas Besonderem machen. Die Berliner Fans gingen sehr gut mit und machten ordentlich Stimmung. Jan Hegenberg spielte über zwei Stunden lang und somit doppelt so lange wie noch vor einigen Jahren.

Auch versprach er uns ein neues Album, das jedoch auch alte Songs – in besserer Soundqualität aufgenommen – behinhalten wird. Bleibt nur zu hoffen, dass er weiterhin gern nach Berlin kommt und der tanzwilligen Meute auch im Jahr 2015 wieder ordentlich einheizt.