Kulturlichter: Spot an für die Kultur!

Der Ring im Zeitentunnel

4 Tage lang ging es in den Ring des Nibelungen von Richard Wagner. Im Parkett sitzen wir leicht rechts – alles passt. Gestern wurde die Deutsche Oper Berlin 50 Jahre alt. Die Ring-Inszenierung von Götz Friedrich überzeugt, wie ihr nun lesen könnt:

Leider ist Kirsten Harms, die Dunstfee vom Schnürboden (sie setzte gern Dunst zur Unterstützung des Lichts ein und ihre Bühnenbilder kamen selten ohne den Schnürboden aus) nicht mehr an der Deutschen Oper. Zum Auftakt der neuen Saison wurde nun der Ring des Nibelungen an der Deutschen Oper Berlin gleich zwei mal hinter einander aufgeführt.

Besonders ansprechend an der Friedrich-Inszenierung war der Zeitentunnel, ein nach hinten hin abfallender Tunnel im Industrial-Look. Die Schmiede des Rings liegt unter der Erde, die Fridrich mit Nebel, roten und weißen drehenden Spots und einer Art Lichtorgel perfekt als Disco inszeniert – und das 1984. Die Inszenierung wirkte immer noch lebendig und frisch. – Umso trauriger, dass sie wohl bald ausläuft.