Kulturlichter: Spot an für die Kultur!

Es werde Wort! Hegenbergs Humardrock im Kato

Keine halben Sachen! Hier wird erschaffen, und zwar das Wort Humardrock. Humard setzt sich aus Humor (Texte und Gespräche mit dem Publikum) und hard (Einsatz einer Rythmusgitarre, hardrockartiger Habitus der Band und Zuschauer) zusammen und erinnert (human) zudem an die Menschlichkeit, die Hegenberg durch seine unkomplizierte Art ausstrahlt. (Rock erklärt sich von selbst.)

Haben sie meinen Blog gelesen oder sind sie einfach so besser geworden? Die letzten Winter kritisierte Location Kato hat sich auf meinem inzwischen dritten Jan Hegenberg- Konzert gewandelt. Die Frau am Einlass war freundlich und sogar zu Scherzen aufgelegt, das Team an der Garderobe schien nicht mehr aus einem „Warten auf Godot“ entsprungenen Mann, sondern gleich drei auffällig jungen Leuten zu bestehen – welche die Garderobe plötzlich räumten. Also ebenfalls fluchs hinter gegangen, Mantel selbst aufgehängt. Auch mal ne Erfahrung!

Doch nun das Negative: Das Kato öffnete – wahrscheinlich jedoch durch Verschulden der Band – eine knappe halbe Stunde später als erwartet die Türen. Das Bier ist zudem leider teurer geworden.

Und nun wieder ganz viel Positives: Das Haus war etwas voller als im letzten Winter. Die Lichtanlage wurde etwas konsequenter bedient, jedoch immernoch vom Tonmischer. Anheuern eines gewisssen Lichtmeisters würde hier sicher Abhilfe schaffen und zu einer konsequenteren Lichtshow führen. Denn auch Jan Hegenbergs lässig durch den Saal gerufenen Regieanweisungen in dieser Hinsicht wurden gerne mal überhört.

Die mit nur wenigen neuen Songs vom neuen Album „Untot auf Urlaub“ gespickte Setlist  war – eine weitere Neuerung – mit einer Pause versehen, nach dem emotionalen und für Hegenberg ungewöhnlich adulten Lied „Nichts Gelernt“.

Nach guten einenhalb Stunden solidem Humardrock ging ein fröhlicher Abend zu Ende und man freut sich aufs Wiedersehen im nächsten Jahr.