Kulturlichter: Spot an für die Kultur!

Kräuterseitling selbst ziehen: Meine erste Pilzkultur

Das Prinzip ist denkbar einfach: Im Internet kauft man einen Myzelblock, der mit Pilzsporen nur so getränkt ist. Man lässt ihn zunächst unter einer Plastikfolie, nur mit ein bis zwei eingeschnittenen Löchern gespickt, und besprüht ihn zweimal pro Tag mit einer Sprühflasche.

Nach eineinhalb Wochen des Wässerns zeigen sich auf Bernd, wie ich den brotfarbenen Myzelblock nenne, erste Anzeichen von Bepilzung:

Nach exakt zwei Wochen ist der erste Kräuterseitling fertig zum ernten:

So sah das fertige Pilzgericht, einfach nur den halben Pilz mit etwas Öl angebraten und auf Kartoffelbrei serviert, aus:

Es war übrigens sehr lecker. Der Kräuterseitling hat einen angenehmen Geschmack, nicht so lasch wie Champignons und nicht so stark wie Steinpilze, sondern irgendwo dazwischen.

Nach wenigen Wochen kann man also seine eigens gezogenen Pilze ernten. Selbstversorgung ist immer ein tolles Thema. Etwas selbst Gebautes (wie ein Lichteffekt) oder Gezogenes, erfüllt den Macher nicht nur mit Stolz, sondern man weiß bei Gemüsen, Kräutern und Pilzen eben auch, was drin ist: Selbst gezogene Pilze enthalten keine Pestizide unsympathischer Chemiekonzerne und sind daher wesentlich gesünder – und schmecken tun sie auch besser! 🙂

Guten Appetit!