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Progressive Rock – Leidenschaft in langen Liedern

Ber Blog ist tot – der Blog ist tot? Mitnichten! Denn gerade wenn etwas vergangen zu sein scheint, wird es wieder belebt. Ebenso wie es der progressiven Rockmusik seit den 2000er-Jahren wieder sehr gut geht und sie ein wahres Revival erfährt, wird auch dieser Blog wieder belebt, und zwar mit einer persönlichen Progrock-Abhandlung. Der Text soll niemanden nerven oder bekehren. Er stellt eine öffentliche Selbstverständigung und Faktensammlung über das Phänomen Prog Rock dar. (Eine Liste mit besten Bands, Alben und Songs findet man hier.)

Eigenschaften des Progressive Rock

Progressive Rockmusik zeichnet sich zunächst als Spielart des Rock aus. Neben dem obligatorischen Schlagzeug und Bass, welche das Rückrat der meisten Bands bilden, gibt es Gitarren und Keyboars, welche beide für die Melodieführung sorgen.

Vor allem die Rythmus- und Melodiewechsel innerhalb eines Songs (es werden häufig neue musikalische Themen in ein- und demselben Lied eingeführt), die Länge der Songs und die Instrumentalpassagen unterscheidet die progressive Rockmusik von der normalen. Progressive Rockstücke sind also sehr abwechlungsreich und aufregend. Viele Widerholungen und die typische Pop-Rock-Songstruktur (Strophe 1, Refrain, Strophe 2, Refrain, Refrain – Ende) sind also nicht so oft anzutreffen.

Historische Fakten

Während in den 60er Jahren alle bekannten Bands erstmal mit einem ziemlich lahmen Album anfingen, das sehr nach den Beatles oder Rolling Stones klang (Yes, Pink Floyd, Jethro Tull und Genesis hatten alle ein grausiges erstes Album in den 60ern herausgebracht, bevor sie in den 70ern zu Prog-Bands wurden), ging Anfang der 70er ein Ruck durch viele Musikformationen. Die Songs der oben genannten Bands wurden länger und mit dieser Länge kamen instrumentale Passagen voller Experimente, aber auch wunderschöner Melodien in die Lieder. So entstand der Progressive Rock.

Prog Rock und Licht

Sehr wichtig ist den Prog-Rock-Bands auch ihre Lichtshow. Wer Musik zum Zuhören und nicht zum Tanzen spielt, der muss auf der Bühne für Abwechslung sorgen. Da Ende der 60er-Jahre zudem die Nebelmaschine erfunden wurde, stand bald den ersten Lichtshows nichts mehr im Wege. Leider kam auch bald die Unart auf, Filme im Hintergrund der Bühne auf Leinwänden zu zeigen.

Nichts desto trotz war das Licht immer das wichtigste Element der Prog-Rock-Konzerte. Denn die Musiker auf der Bühne machen selber keine große Show. Sie müssen sich zu sehr darauf konzentrieren, ihre Instrumente zu spielen und die vertrackten Songs zu präsentieren. Wer mehr über Lichtshows lernen möchte, der kann bei diesem Lichteffekt-Magazin vorbeischauen.